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	<title>Neumanns Welt</title>
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	<description>vordergründig  &#038;  hintersinnig</description>
	<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:51:30 +0000</pubDate>
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		<title>Das reicht für den Rest meines Lebens&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Altersweisheit]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer Bibliothek stehen etwa 3.000 Bücher. Aufs &#8220;Stück&#8221; genau weiß das nicht einmal unser - ehrenamtlicher! - &#8220;Bibliotheks-Verwalter&#8221;. Ein gelernter Bibliothekar oder Buchhändler ist er im Übrigen nicht. Aber trotzdem sehr kompetent.
Das Schönste: Unsere Bibliothek ist zu jeder Tages- und Nachtzeit geöffnet. Aus den alphabetisch geordneten Büchern sucht man sich heraus, was man lesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Bibliothek stehen etwa 3.000 Bücher. Aufs &#8220;Stück&#8221; genau weiß das nicht einmal unser - ehrenamtlicher! - &#8220;Bibliotheks-Verwalter&#8221;. Ein gelernter Bibliothekar oder Buchhändler ist er im Übrigen nicht. Aber trotzdem sehr kompetent.<br />
Das Schönste: Unsere Bibliothek ist zu jeder Tages- und Nachtzeit geöffnet. Aus den alphabetisch geordneten Büchern sucht man sich heraus, was man lesen möchte, trägt Verfasser, Titel, Tag der Ausleihe und natürlich seinen eigenen Namen ein, und das wär&#8217;s dann auch. Die meisten Bücher fallen natürlich unter die Rubrik &#8220;Belletristik&#8221;. Eine &#8220;Sonderbehandlung&#8221; gibt es für Krimis, von denen wir zunehmend mehr haben. Andere Kategorien sind Medizin, Psychologie; Theater; Natur; Religionen; Musik; Anthologien; Kunst; Reisen; Geschichte und Politik sowie Reisen. Und natürlich als ganz spezielles Thema alles über &#8220;Hamburg&#8221;.<br />
Es gibt keine Beschränkung hinsichtlich der Anzahl der ausgeliehenen Bücher und die Ausleihzeit ist auch nicht irgendwie begrenzt. Hat man ein Buch ausgelesen, stellt man es an eine bestimmte Stelle im Regal und trägt es in der genannten Liste aus.<br />
Einen großen Anteil an den vorhandenen Büchern haben vor allem die langjährigen Schenkungen seitens der Bewohner. So manch einer bringt mehr Bücher mit als er unterbringen kann. Wer viele neue Bücher kauft, muss oft ebenfalls die alten nach und nach aussortieren. Die werden dann der Bibliothek übereignet oder auf unserem Weihnachtsbasar zum Kauf angeboten. Wobei das eingenommene Geld wiederum für neue Bücher ausgegeben wird. So schließt sich der Kreis und wir kommen immer wieder zu Neu-Anschaffungen. Dabei werden nach Möglichkeit auch Anregungen aus der Bewohnerschaft erfüllt.<br />
Ich selbst hole mir regelmäßig meine Ausleih-Bücher aus den öffentlichen Bücherhallen. Wenn das irgendwann nicht mehr gehen sollte, werde ich bei uns zugreifen. Ich bin ein schneller Leser - noch! - aber der Vorrat ist groß, so dass ich keine Angst haben muss, irgendwann mal ohne etwas zu Lesen da zu stehen. </p>
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		<title>Was halten Sie von der &#8220;Happiness&#8221;-Diät?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Noch nie gehört? Ehrlich gesagt: Ich auch nicht. Bis ich jetzt in meiner TV-Zeitschrift davon gelesen habe. Eigentlich sollte ja wohl jede Diät in Happiness oder Glücklichsein enden, meinen Sie nicht auch? Tun sie aber nicht oder jedenfalls nicht lange. Der sogenannte Jojo-Effekt steht dem entgegen.
Angeblich gibt es den bei der von mir genannten Diät [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch nie gehört? Ehrlich gesagt: Ich auch nicht. Bis ich jetzt in meiner TV-Zeitschrift davon gelesen habe. Eigentlich sollte ja wohl jede Diät in Happiness oder Glücklichsein enden, meinen Sie nicht auch? Tun sie aber nicht oder jedenfalls nicht lange. Der sogenannte Jojo-Effekt steht dem entgegen.<br />
Angeblich gibt es den bei der von mir genannten Diät nicht. Aber das sagen wahrscheinlich alle, die mit einer neuen Diät an die Öffentlichkeit gehen. Schließlich ist es ja auch so: Ob es den Jojo-Effekt gibt oder nicht liegt vor allem an demjenigen, der die Diät durchgeführt hat. Wenn er wieder in seine alten Essgewohnheiten zurückfällt, muss er das eben selbst verantworten.<br />
Ich kann hier die Rezepte und zusätzlichen Ratschläge nicht alle wiedergeben. Es gehören Dinge dazu wie &#8220;täglich bis zu 2 Liter Wasser trinken&#8221; aber nicht nur das, sondern auch viel frisches Obst und Gemüse essen, weil darin oft viel Wasser enthalten ist. So hat eine Weintraube nicht mehr Kalorien als eine Rosine, sättigt aber viel mehr. Außerdem macht ein halbes Pfund Weintrauben zu essen mehr Spaß als ein halbes Pfund Rosinen. Bei den Rosinen kommt ja auch immer noch das Drumrum hinzu, also beispielsweise der Apfelstrudel. Mhm, lecker.<br />
Etwas seltsam mutet es dagegen an, wenn empfohlen wird, &#8220;jeden Morgen 2 Eier zu essen&#8221;. Wenn ich daran denke, wie viel Cholesterin ich damit tagtäglich zu mir nehme und auch noch die Kalorien dazu, kann ich mir das bei einer Diät eigentlich gar nicht vorstellen, dass das gut sein soll. Trotzdem: Eine Studie soll ergeben haben, dass Eier bei einer Diät den Gewichtsverlust unterstützen. Aber bestimmt gibt es auch Studien, die genau das Gegenteil beweisen. Fürchte ich jedenfalls.<br />
Als Bewohner eines Augustinums, der jeden Mittag mit gleich drei mehrgängigen Menüs verwöhnt wird, kann man sich dauerhaft oder auch von Tag zu Tag zusätzlich für ein Diät-Menü entscheiden. Dann bekommt man ein Fleischgericht geschmort statt gebraten - das spart Fett-Kalorien - und auch die Suppen und Nachtische werden nach Kalorien-Gehalt ausgesucht. Insgesamt soll dieses Menü nur 550 Kalorien enthalten.<br />
Natürlich dürfen Sie sich auch selbst Ihre &#8220;Diät&#8221; zusammenstellen. Zunächst einmal können Sie beim Mittagessen die Suppe weglassen und stattdessen einen Saft ordern. Auch am Nachtisch lässt sich sparen, wenn Sie ihn durch Obst ersetzen. Äpfel und Bananen sind meistens vorhanden, Orangen ebenfalls, Mandarinen, Birnen und Pflaumen nach Jahreszeit. Kiwis zu meinem Leidwesen nicht immer. Ich nehme sie mir gern für den Abend mit. Da werden sie einfach in der Mitte durchgeschnitten und die beiden Hälften &#8220;ausgelöffelt&#8221;. Einfach und praktisch.<br />
Wenn ich meine Mitbewohnerinnen und Mitbewohner so beobachte, fällt mir auf, dass die meisten Damen sich gewichtsmäßig im Laufe der Zeit nicht viel verändern, manche Herren hingegen legen sich so peu à peu ein kleines Bäuchlein zu. Ich schließe mich da gar nicht aus. Nur: Irgendwo muss Schluss sein. Happiness hin oder her. </p>
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		<title>Wir alle wissen: Das Leben ist &#8220;endlich!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 07:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zuweilen werde ich von Freunden und Bekannten gefragt: Wie hält man das eigentlich aus, wenn um einen herum regelmäßig Menschen sterben? Ich sage dann: Jeder, der den Entschluss fasst, in eine Seniorenresidenz oder ähnliche Institution zu ziehen, weiß ganz genau, dass das Leben endlich ist. Das ist der Lauf der Zeit. &#8220;Treffen&#8221; kann es jeden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuweilen werde ich von Freunden und Bekannten gefragt: Wie hält man das eigentlich aus, wenn um einen herum regelmäßig Menschen sterben? Ich sage dann: Jeder, der den Entschluss fasst, in eine Seniorenresidenz oder ähnliche Institution zu ziehen, weiß ganz genau, dass das Leben endlich ist. Das ist der Lauf der Zeit. &#8220;Treffen&#8221; kann es jeden. Den 75jährigen, der gerade eingezogen ist genauso wie den, der schon seit 20 Jahren im Hause wohnt und jetzt mehr als Hundert Jahre zählt. Deshalb ist auch jeder mehr oder weniger darauf vorbereitet. Gesprochen wird darüber allerdings so gut wie nie. Kürzlich jedoch sprach mich ein Mitbewohner an und äußerte heftige Kritik an der Stiftsleitung. Er meinte, jetzt würde man es wohl schon nicht mehr für nötig halten, der Bewohnerschaft mitzuteilen, dass jemand gestorben sei.<br />
Ich muss zur Erklärung sagen: Wenn ein Bewohner gestorben ist, findet bei uns jeder am nächsten Tag eine Todesnachricht mit Namen, Todestag und - nicht immer, wenn auch meistens - dem Alter des Betreffenden in seinem Wohnungsbriefkasten. Da ich wusste, dass der Mitbewohner, der sich so bitter beklagte und sogar meinte wir hätten doch wohl als Bewohner-Gemeinschaft einen Anspruch darauf, von den Todesfällen zu erfahren, sich sehr leicht einmal kritisch äußert, ging ich der Sache auf den Grund. Ich erfuhr daraufhin von der Leiterin unserer Bewohner-Betreuung, dass in diesem speziellen Fall der Ehemann, der auch im Hause wohnt, eine Bekanntgabe nicht wünschte. Solch ein Fall sei selten, aber käme - auch auf Wunsch von anderen Hinterbliebenen - schon mal vor, und dass Haus müsste das, allein schon aus Datenschutzgründen, respektieren. Ich habe dann den kritischen Mitbewohner informiert und dabei gedacht, er hätte ja auch mal selber fragen können. Aber die kritischen Mitbewohner machen oft nur dann den Mund auf, wenn sie unter sich sind. Ich finde das schade und denke, dass es ein Mangel an Zivilcourage ist. Aber vielleicht hat derjenige ja schon mal schlechte Erfahrungen gemacht.<br />
Natürlich berührt es einen, wenn ein direkter Wohnungsnachbar verstirbt oder auch jemand mit dem man vielleicht viele Jahre lang mittags bei Tisch gesessen hat, plötzlich nicht mehr da ist. Da muss auch nicht immer gleich das Schlimmste passiert sein. Manch einer, dem es gesundheitlich schlecht geht, zieht sich nach und nach vom gemeinsamen Mittagstisch zurück und isst lieber in seinem Appartement. Da im Augustinum pflegbedürftige Bewohner in ihrem Appartement gepflegt und umsorgt werden, dort also auch ihre Mahlzeiten einnehmen, ändert sich so viel gar nicht. Außer, dass die gewohnten Gesprächspartner fehlen. Es gibt aber auch etliche Bewohner, die im Rollstuhl sitzen und sich von den Pflegekräften in unser Kuppelrestaurant bringen lassen. So können sie weiter an den Gesprächen teilnehmen und sehen etwas von der Welt.<br />
Natürlich ist ein Todesfall für kurze Zeit Gesprächsstoff und Anlass zum Innehalten. Doch nur selten lässt jemand tiefer in sich hinein blicken. Selbst wenn man lange mit einem Mitbewohner oder einer Mitbewohnerin zusammen gesessen hat. Schon bald finden sich neue Gesprächs- und Tischpartner. Das Leben geht weiter. Das ist auch eine Gewissheit, die uns verbindet.</p>
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		<title>Heute werden schon den Babys die ersten Flötentöne beigebracht</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 10:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich: Schon in den ersten Schuljahren hatte ich, wenn ich mich an die Hausaufgaben machte, immer das Radio an. Meine Mutter regte das wahnsinnig auf. Sie meinte, ich könnte mich bei dem Gedudel - ich weiß gar nicht mehr, welche Art Musik ich gehört habe - doch gar nicht richtig konzentrieren. Und ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich: Schon in den ersten Schuljahren hatte ich, wenn ich mich an die Hausaufgaben machte, immer das Radio an. Meine Mutter regte das wahnsinnig auf. Sie meinte, ich könnte mich bei dem Gedudel - ich weiß gar nicht mehr, welche Art Musik ich gehört habe - doch gar nicht richtig konzentrieren. Und ob ich das konnte. Bis heute - auch wenn ich diesen Blog schreibe - höre ich Radio. Sollte ich mich ernsthaft konzentrieren müssen, blende ich die Musik in meinem Kopf automatisch aus. Ich höre sie dann gar nicht. Was natürlich auch wieder schade ist.<br />
Für mich gibt es dabei nur einen Sender: Klassik Radio. Mir ist kein anderer Sender bekannt, der so ganz und gar auf klassische Musik setzt, einzig angereichert mit &#8220;New Classic&#8221;. Das ist in erster Linie &#8220;beste&#8221; Filmmusik und nicht die avangardistische moderne Musik, die mir Magenschmerzen bereitet, und die ich absolut nicht verstehe, obwohl sie in meinem Abonnement der Hamburger Philharmoniker immer wieder mit angeboten wird. Solch ein staatliches Orchester hat in diesem Lande natürlich auch einen Bildungsauftrag. Ob es dem zahlenden &#8220;Kunden&#8221; nun gefällt oder nicht.<br />
Was ich noch gut finde bei Klassik Radio ist die Tatsache, dass man auf &#8220;Gequatsche&#8221; weitestgehend verzichtet. Alle halbe Stunde höchstens 5 Minuten  Kurznachrichten (einschließlich Werbung) - das ist alles. Die meist &#8220;älteren&#8221; Hörer von Klassik Radio sind nun mal für die werbende Wirtschaft mehr oder weniger uninteressant. Gott sei Dank.<br />
Das kann natürlich anders werden, wenn sich nicht nur die Älteren sondern irgend wann auch mal die Jugend für klassische Musik interessiert. Was leicht passieren kann, denn der &#8220;Klassik Radio Store&#8221; bietet neuerdings eine Doppel-CD &#8220;Klassik für Babys&#8221; an. Mit Titeln, die das Baby beruhigen, es sanft in den Schlaf wiegen und es darüber hinaus inspirieren. Studien sollen ergeben haben, das auch die Kreativität und die Intelligenz gefördert wird. Ob aus diesen Babys später mal große Musiker oder sogar Komponisten werden, wird die Zeit zeigen müssen. Die CDs sind ja schließlich erst seit kurzem auf dem Markt.<br />
Bekannt ist übrigens seit langem, dass Musik bei Kühen die Milch-Produktion anregt. Zwölf Stunden lang wurden den Tieren gemächliche Titel vorgespielt, was ca. 3% mehr Milch ergab. Bei schnelleren Stücken waren dagegen die Euter weniger gut gefüllt. Der Unterschied dürfte darauf beruhen, dass beruhigende Musik den Stress reduziert.</p>
<p>Und mit welchen Komponisten werden die Babys nun bekannt gemacht?<br />
Es sind unter anderem Johann Sebastian Bach, Händel, Debussy, Brahms und Schumann speziell mit seinen Kinderszenen.<br />
Auch mein Lieblingskomponist Erik Satie ist dabei. Die Gymnopedie Nr. 1., nur 4 oder 5 Minuten lang, beruhigt sogar mich auf der Stelle in jeglicher Stress-Situaton. Sehr zu empfehlen.</p>
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		<title>Schönes Wetter heute und so nette Leute&#8230;</title>
		<link>http://www.neumann-blog.de/2012/01/26/schones-wetter-heute-und-so-nette-leute/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 09:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Man sagt Hamburg ja &#8220;beständigen&#8221; Regen oder zumindest schlechtes Wetter nach. Welch ein Quatsch. Wer regelmäßig den Wetterbericht im Fernsehen sieht wird nicht umhin kommen, mir Recht zu geben. Ein früheres Kollegen-Ehepaar, das Anfang der 80er Jahre aus München kam und wohl das Schlimmste erwartet hatte, gab seinerzeit zu &#8220;Protokoll&#8221;, dass sich beide Städte in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sagt Hamburg ja &#8220;beständigen&#8221; Regen oder zumindest schlechtes Wetter nach. Welch ein Quatsch. Wer regelmäßig den Wetterbericht im Fernsehen sieht wird nicht umhin kommen, mir Recht zu geben. Ein früheres Kollegen-Ehepaar, das Anfang der 80er Jahre aus München kam und wohl das Schlimmste erwartet hatte, gab seinerzeit zu &#8220;Protokoll&#8221;, dass sich beide Städte in punkto Regen nichts nehmen würden. Es ist eben alles relativ.<br />
Ich stelle immer wieder fest, dass wir als Anwohner direkt am &#8220;Elbstrom&#8221; bevorzugt sind. Wenigstens, was die Außentemperatur betrifft. Das Wasser ist zu bestimmten Jahreszeiten wärmer als die Luft und strahlt diese Wärme teilweise ab. Was uns dann tatsächlich mit ein paar Grad mehr zugute kommt.<br />
Viele Jahre lang habe ich die Temperatur mit einem einfachen und billigen Außenthermometer gemessen. Leider konnte ich es nicht am Fensterrahmen festschrauben. Der Rahmen meines Erker-Fensters - es ist das einzige, wenn auch große Fenster meines Appartements - besteht nämlich nicht aus Holz sondern aus Metall. Ergo blieb mir nur ein ganz einfaches Plastik-Thermometer zum Ankleben an die Fensterscheibe. Nachdem binnen kurzer Zeit das zweite Thermometer vom &#8220;Winde verweht&#8221; wurde habe ich es aufgegeben.<br />
Jetzt ziehe ich meinen Computer zu Rate. Der gibt mir präzise die aktuelle Hamburger Außentemperatur an, außerdem ob es in Kürze regnen wird oder nicht. Bleibt der Wind, der vor allem so manche Bewohnerin davon abhält, sich nach draußen zu begeben. Ich muss zugeben: Er weht manchmal ein wenig heftig. Für mich ist es eine frische Brise, die mich mal ein bisschen durchpustet. Aber so etwas ist eben nicht jedermanns Sache.<br />
Ich habe für den Wind sogar einen gewissen &#8220;Gradmesser&#8221;. Meinem Fenster gegenüber befinden sich sehr schöne Ein- und Mehrfamilien-Häuser aus Wilhelminischer Zeit. Sie alle haben ziemlich große Vorgärten, in denen Fahnenstangen aufgestellt sind. Daran findet sich die deutsche Flagge - zu Zeiten von Welt- oder Europameisterschaften im Fußball - ferner die Flagge von Schleswig-Holstein oder direkt mir gegenüber die dänische Flagge und darüber noch ein deutscher Wimpel.<br />
Je nachdem, wie stark die Flaggen im Winde flattern, kann ich nicht nur die allgemeine Windrichtung sondern auch die Stärke des Windes ermessen. Na, ja, sagen wir: So ungefähr.<br />
Wenn das Wetter mitspielt, begegnet man sich draußen, grüßt sich freundlich, bleibt zu einem kleinen Klönschnack stehen oder findet sogar jemanden, der einem beim Spaziergang oder beim Gang zum Bus Gesellschaft leistet.<br />
Natürlich kann man auch auf einer der Bänke vorm Haus sitzen oder in einem der Strandkörbe, vorausgesetzt sie stehen nach dem Winter bereits wieder in unserem Augustinum Park. </p>
<p><strong>Ganz aktuell:</strong> Es ist 10 Uhr. Mein Computer zeigt für Hamburg eine &#8220;volle&#8221; Sonne und - 2°, die Faggen wehen relativ kräftig in Richtung Nordsee, also haben wir vermutlich einen ziemlich kühlen Ostwind und damit habe ich, wenn ich gleich zum Bus gehe, Rückenwind. Besser als &#8220;Gegenwind&#8221;, meinen Sie nicht auch?</p>
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		<title>Ich will selbst bestimmen, wohin ich die Sauce haben will&#8230;</title>
		<link>http://www.neumann-blog.de/2012/01/23/ich-will-selbst-bestimmen-wohin-ich-die-sauce-haben-will/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Altersweisheit]]></category>

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		<category><![CDATA[Wohnen im Augustinum]]></category>

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		<description><![CDATA[Nämlich ganz bestimmt nicht genau über die herrliche Kruste meines Schweinebratens oder über ein kross gebratenes, paniertes Fischfilet. Wie oft wird Sauce einfach ziellos und lieblos auf den Teller  gegossen oder &#8220;geklatscht&#8221;? Hat man in der Küche keine Zeit zum Nachdenken oder ist das den betreffenden Personen, die den Teller &#8220;auffüllen&#8221;, schlicht egal?
Es scheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nämlich ganz bestimmt nicht genau über die herrliche Kruste meines Schweinebratens oder über ein kross gebratenes, paniertes Fischfilet. Wie oft wird Sauce einfach ziellos und lieblos auf den Teller  gegossen oder &#8220;geklatscht&#8221;? Hat man in der Küche keine Zeit zum Nachdenken oder ist das den betreffenden Personen, die den Teller &#8220;auffüllen&#8221;, schlicht egal?<br />
Es scheint ja auch mancher Bewohnerin und manchem Bewohner egal zu sein, sonst würden sie es so wie ich machen und gleich bei der Bestellung dazu sagen: &#8220;Die Sauce bitte extra&#8221;. Ich habe diesen Wunsch  sogar &#8220;festschreiben&#8221; lassen. Er ist seitdem im Computer vermerkt und wird automatisch erfüllt. Selbstverständlich gibt es auch Gerichte, bei denen das nicht geht. Ein &#8220;Hirschragout in Preiselbeer-Pfeffersauce&#8221; ist eine Einheit, ebenso wie Gulasch, Frikassee und einiges andere, was zusammen im Topf bereitet wird.<br />
Man kann sich auch auf &#8220;halbe Portionen&#8221; umstellen, ohne dass man das jedes Mal sagen muss. Allerdings ist oftmals nicht so recht voraus zu sehen, wie klein eine halbe Portion manchmal sein kann. Zuweilen habe ich den Eindruck, als hätte ich irrtümlich eine halbe Portion bekommen. Meine Vermutung war, dass man mir damit entgegen kommen wollte, weil ich oftmals meine ganze Portion nur zur Hälfte aufesse. Als ich einmal diesen Gedanken ganz unschuldig äußerte, wurde das höflich verneint und man sagte mir, wenn es mal zu wenig sei, könnte ich doch ohne weiteres nachbestellen. Ich musste zugeben, dass ich das auch schon einige Male getan habe. Nicht, weil es zu wenig war, sondern weil es mir in diesen Fällen ganz besonders gut geschmeckt hatte.<br />
Eine andere Möglichkeit zu noch mehr Genuss zu kommen besteht darin, dass man das Fleisch von Gericht 1 mit dem Gemüse von Gericht 2 kombiniert und sich außerdem statt für Reis oder Salzkartoffeln für Pellkartoffeln entscheidet. Nur pellen muss man die Pellkartoffeln leider selbst. Aber was tut man nicht alles für den Genuss am Mittag.</p>
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		<item>
		<title>Hurra, ich habe einen &#8220;Neuen&#8221;&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Altersweisheit]]></category>

		<category><![CDATA[Aus dem Leben gegriffen]]></category>

		<category><![CDATA[Ohne Kategorie]]></category>

		<category><![CDATA[Wohnen im Augustinum]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen neuen Wasserkocher, was denken Sie denn? Auch Wasserkocher kommen nämlich in die Jahre. Mein &#8220;alter&#8221; hat mir lange treue Dienste geleistet. Dabei war er ein echtes Schnäppchen. Der Einzige unter vielleicht 10 bis 15 Modellen und Größen, der das richtige Format hatte. Ich wollte von ihm ja nicht mehr, als das morgendliche Kaffeewasser zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen neuen Wasserkocher, was denken Sie denn? Auch Wasserkocher kommen nämlich in die Jahre. Mein &#8220;alter&#8221; hat mir lange treue Dienste geleistet. Dabei war er ein echtes Schnäppchen. Der Einzige unter vielleicht 10 bis 15 Modellen und Größen, der das richtige Format hatte. Ich wollte von ihm ja nicht mehr, als das morgendliche Kaffeewasser zum Kochen gebracht haben.<br />
Das Pech - oder Glück? - war, dass er schon fast zum Ausstellungs-Stück mutiert war. Es gab ihn nur ohne Verpackung und auch ohne Gebrauchsanweisung und Garantie, dafür bot mir die Verkäuferin immerhin einen anständigen Rabatt an. Das heißt, ich habe für so gut wie nichts für ihn bezahlt. Dafür war seine Leistung &#8220;bestens&#8221;.<br />
Schwierigkeiten machte nur der Deckel. Erst langsam fand ich heraus, dass ich den Wasserkocher, nachdem ich das kochende Kaffeewasser seiner Bestimmung zugeführt hatte, umdrehen musste. Dann konnte ich von &#8220;unten&#8221; auf den Deckel drücken, und er sprang auf. Manchmal aber auch nicht, dann musste ich das frische Wasser für das nächste Mal aus der Wasserleitung durch die Tülle einfüllen, was viel Fingerspitzengefühl erforderte. Was soll ich lange drum rum reden - zuletzt tat der Deckel es gar nicht mehr. Also machte ich mich notgedrungen auf die Suche nach einem neuen Wasserkocher.<br />
Dieses Mal fand ich auf Anhieb ein ansprechendes Exemplar. Sogar in der richtigen Größe. Vor allem mit Gebrauchsanweisung.<br />
Bei meinem &#8220;Alten&#8221; hatte ich einfach den Stecker in die Steckdose gesteckt und den Kocher angestellt. Wenn er fertig war - das ging unheimlich schnell - schaltete er sich von selbst aus. Bis zum nächsten Mal ließ ich ihn dann stehen, natürlich mit dem Stecker in der Steckdose. Ganz einfach.<br />
Wie gut, dass ich keine Gebrauchsanweisung hatte. Der &#8220;Neue&#8221; hat wie gesagt eine. Mir wurde fast schlecht beim Durchlesen. Ich will hier nicht auflisten, was ich alles beachten soll. Auf jeden Fall muss ich immer wieder den Stecker ziehen - Wahnsinn!<br />
Für mich gibt es drei Sorten von Menschen: Da sind einmal die, die sich mit Elektrizität auskennen; dann die, die sich nicht auskennen, sich aber auch &#8220;Null&#8221; Gedanken und schließlich die, die wie ich, höchsten Respekt vor allem haben, was mit Strom zu tun hat.<br />
Ein Gutes hat das Ganze: Ich gehe jetzt die morgendliche Kaffeewasser-Bereitung immer mit der höchsten Konzentration an. Wenn ich das doch nur bei allen Dingen tun würde&#8230;</p>
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		<title>Wer &#8220;Vertrauen&#8221; einfordert, sollte erst mal beweisen, dass er es auch verdient</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 09:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Kürzlich sah ich eine ganzseitige Anzeige über der ganz groß stand: &#8220;Hörgeräte sind Vertrauenssache&#8221;. Darunter das Foto einer sympathisch lachenden Dame und der Name der Firma, die hinter dieser Anzeige stand.
Zufällig war mir der Name bekannt, da diese Firma auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner seit vielen Jahren berät und betreut und regelmäßig bei uns im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich sah ich eine ganzseitige Anzeige über der ganz groß stand: &#8220;Hörgeräte sind Vertrauenssache&#8221;. Darunter das Foto einer sympathisch lachenden Dame und der Name der Firma, die hinter dieser Anzeige stand.<br />
Zufällig war mir der Name bekannt, da diese Firma auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner seit vielen Jahren berät und betreut und regelmäßig bei uns im Hause ist. (Nach meinem Eindruck haben übrigens viel mehr Herren Hörprobleme als Damen.) Als Werbemann finde ich, dass man durchaus etwas mehr sagen kann als nur das Schlagwort &#8220;Vertrauenssache&#8221;. Indem man beispielsweise sagt, dass man viele langjährige Kunden hat und über einen guten Namen in hochklassigen Seniorenresidenzen verfügt.<br />
Eine Branche, die Vertrauen besonders gut gebrauchen kann, ist die Versicherungs-Branche. Da wirkt es geradezu verheerend, wenn das bisschen Vertrauen, das diese Branche überhaupt noch hat, in unverantwortlicher Weise verschleudert wird. Zum Beispiel indem man besonders erfolgreiche &#8220;Verkäufer&#8221; mit Lustreisen belohnt. Wie die Presse berichtete ist dies vor einiger Zeit bei gleich zwei Versicherungen geschehen.<br />
Im ersten Fall, der bekannt wurde, ging es nach Ungarn. Ein Bordellbesuch war anscheinend offiziell im Programm inbegriffen und wurde anstandslos bezahlt. Ha, &#8220;anstandslos&#8221; ist ein gutes Wort für so etwas, finden Sie nicht auch?<br />
Jetzt hat eine zweite Versicherung offenbar versucht, die Konkurrenz noch zu übertreffen. Die Reise ging nach Rio de Janeiro an die Copacabana wo die Tangas der Schönen am Strand so knapp wie sonst nirgendwo sind. Zwar wurde von höchster Stelle erklärt, dass ein eventueller Bordellbesuch ausschließlich privat gewesen sei. Ich mag ja ein bisschen prüde sein, aber ich finde auch die Verführung zu solchem Tun schon schlimm genug. Es gibt doch so viele schöne Ausflugsziele ganz ohne jegliches Gefährdungspotential. Noch einfacher ist es, wenn man an so schönen Reisen auch die Ehefrauen oder Freundinnen teilhaben lässt. Oder müssen sich Männer einfach mal &#8220;austoben&#8221;, um noch bessere Verkaufsergebnisse zu erzielen? (Eine &#8220;Nebenfrage&#8221;: Gibt es eigentlich gar keine weiblichen Versicherungsvertreter?)<br />
Angeblich leidet die erste Versicherung, deren Lustreise publik wurde, immer noch unter dem Ansehensverlust in der Öffentlichkeit und bei ihren Kunden. Leider muss man ja bekanntlich, wenn man als Versicherungsnehmer eine Lebensversicherung vorzeitig kündigt, mit immensen Abschlägen rechnen. Die Gefahr, dass jemand solche Konsequenzen zieht, dürften wohl ziemlich gering sein. Aber potentielle Neukunden werden sich einen Abschluss vermutlich zwei mal überlegen, wenn sie erfahren, wohin ihr Geld geht. Rund 200.000 Euro soll die Reise immerhin gekostet haben.<br />
Ich finde: Die Vorgesetzten, die solche Reisen planen oder stillschweigend genehmigen, ohne die Folgen für die eigene Firma zu bedenken, sollten wegen Dummheit und Verantwortungslosigkeit gemaßregelt oder im Wiederholungsfall zum Kloschrubben verdammt werden.</p>
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		<title>Wenn ich könnte, würde ich sie alle auf den mond schießen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 10:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Altersweisheit]]></category>

		<category><![CDATA[Aus dem Leben gegriffen]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur und Unternehmungen]]></category>

		<category><![CDATA[Ohne Kategorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich meine damit die damen und herren kultusminister, die vor etlichen jahren die neue deutsche rechtschreibung verbrochen haben und selbst trotz heftigster proteste aus allen bevölkerungsschichten - auch seitens der eliten - nicht mehr davon abgehen wollten. Eigentlich könnte mir das alles egal sein, denn wenn ich mit dem computer schreibe hilft mir das jederzeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich meine damit die damen und herren kultusminister, die vor etlichen jahren die neue deutsche rechtschreibung verbrochen haben und selbst trotz heftigster proteste aus allen bevölkerungsschichten - auch seitens der eliten - nicht mehr davon abgehen wollten. Eigentlich könnte mir das alles egal sein, denn wenn ich mit dem computer schreibe hilft mir das jederzeit abrufbare rechtschreibprogramm, und wenn ich privat mit der hand schreibe, ist mir der ganze hickhack ziemlich egal. Falls ich fehler mache, kann ich es immer auf die neue rechtschreibung schieben und alle, die in meinem alter sind, werden mir das vermutlich unbesehen glauben. Vor allem wird es ihnen genauso wie mir auch ziemlich gleichgültig sein.<br />
Ich bin fest davon überzeugt, dass diese neue deutsche rechtschreibung am ende niemandem nützt. Da, wo sie etwas angeblich vereinfacht, kommt gleich wieder etwas, was schwieriger wird. Wenn ich statt gemse jetzt gämse schreiben muss, muss ich wissen, dass gämse von gams kommt. Aber wer weiß das schon? Der ausländer bestimmt nicht und der migrant auch nicht. Allenfalls die menschen in bayern. Das ändert sich erst, wenn die letzten schüler, die mit der neuen rechtschreibung traktiert werden, irgendwann ins erwachsenenalter gekommen sind.<br />
Wenn man dagegen die groß- und kleinschreibung endlich abgeschafft hätte, wären unendlich viele fehlermöglichkeiten ein für allemal eliminiert. Und achten Sie (könnte groß geschrieben bleiben) mal darauf, wie viele fehler bei der groß- und kleinschreibung gemacht werden. Gucken Sie sich allein mal die texte und plakate im einzelhandel oder bei handwerkern  an und vieles andere, was man so täglich zu lesen bekommt. Akademiker sind übrigens auch nicht gegen fehler gefeit, wenn es um die feinheiten der deutschen - und leider auch der österreichischen und schweizer - rechtschreibung geht. Ist Ihnen übrigens klar, dass man &#8220;österreichisch&#8221; als adjektiv klein, &#8220;schweizer&#8221; als adjektiv aber groß schreibt? Ich habe deshalb eben noch mal im Duden nachgeguckt. Wie gesagt: der computer hilft vielfach. Aber es soll auch menschen geben, die keinen computer besitzen. Oder ihre briefe lieber mit der hand schreiben.<br />
Am ende nur noch eine frage: War in diesem text ein einziges wort oder ein einziger satz, der unverständlich war? Es soll mir auch niemand sagen, dass ohne &#8220;groß&#8221; und &#8220;klein&#8221; die klassiker alle umgeschrieben werden müssten. Die wird man sowieso nicht alle neu auflegen. Und wer klassiker liest, der darf sich getrost auch ein bisschen mühe geben. Meinen Sie nicht auch?</p>
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		<title>Der Kopf ist noch dran und ich bin immer noch gefragt</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Neumann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Altersweisheit]]></category>

		<category><![CDATA[Aus dem Leben gegriffen]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur und Unternehmungen]]></category>

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		<category><![CDATA[Wohnen im Augustinum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gehöre zu den wenigen Leuten, die auch nach ihrer Pensionierung noch ihrem Beruf - oder sollte ich sagen ihrer Berufung? - nachgehen können. So etwas sollte man natürlich vernünftig steuern. Nicht von einem Stress in den nächsten verfallen sondern nur das tun, was einem wirklich Spaß macht. Und auch alles in Maßen.
Bis vor ungefähr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehöre zu den wenigen Leuten, die auch nach ihrer Pensionierung noch ihrem Beruf - oder sollte ich sagen ihrer Berufung? - nachgehen können. So etwas sollte man natürlich vernünftig steuern. Nicht von einem Stress in den nächsten verfallen sondern nur das tun, was einem wirklich Spaß macht. Und auch alles in Maßen.<br />
Bis vor ungefähr 2 Jahren bekam ich als &#8220;freier&#8221; Texter oder Freelance Texter, wie man das im Branchenjargon nennt, immer mal wieder interessante Aufträge von einer kleinen, feinen Spezial-Abteilung eines großen Unternehmens. Bis diese Abteilung plötzlich überflüssig wurde und die 3 oder 4 Mitarbeiter samt ihrem Chef ebenfalls.<br />
Mit diesem Chef wechsele ich immer noch Weihnachtsgrüße und wir berichten uns gegenseitig wie es uns so geht. Jetzt meldete sich kürzlich  einer der Mitarbeiter, der sich inzwischen mit einer eigenen Firma selbständig gemacht hatte, telefonisch bei mir. Nach einem bisschen &#8220;Wie geht&#8217;s, wie steht&#8217;s?&#8221; fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte, einen Auftrag zu übernehmen. Ich muss gestehen, die Sache reizte mich nicht besonders, aber natürlich fühlte ich mich wie man so schön sagt &#8220;gebauchpinselt&#8221;. Die Unterlagen wurden mir gemailt, ich habe sie in meinem PC gespeichert und wollte mich eigentlich gleich an die Arbeit machen. Eine dunkle Ahnung sagte mir, dass ich vielleicht besser vorher mal einen Probetext schreiben sollte. Gedacht, getan. Der Text war relativ schnell geschrieben und an meinen Auftraggeber in spe gemailt. Der meldete sich ziemlich schnell und erklärte mir klipp und klar und schonungslos, welche Formulierungen sein Auftraggeber niemals akzeptieren würde. Das waren natürlich genau die Formulierungen, die ich besonders gut gelungen fand, weil sie einen gewissen Pfiff hatten. Und die auch nach meiner langjährigen Erfahrung richtig und erfolgversprechend waren.<br />
Was soll ich lange drum rum reden - um mich ärgern zu lassen, bin ich zu alt. So sagte ich Dankeschön für das gut gemeinte Angebot und zog mich wieder auf mein Altenteil zurück.</p>
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