Was halten Sie von der “Happiness”-Diät?
01.02.2012Noch nie gehört? Ehrlich gesagt: Ich auch nicht. Bis ich jetzt in meiner TV-Zeitschrift davon gelesen habe. Eigentlich sollte ja wohl jede Diät in Happiness oder Glücklichsein enden, meinen Sie nicht auch? Tun sie aber nicht oder jedenfalls nicht lange. Der sogenannte Jojo-Effekt steht dem entgegen.
Angeblich gibt es den bei der von mir genannten Diät nicht. Aber das sagen wahrscheinlich alle, die mit einer neuen Diät an die Öffentlichkeit gehen. Schließlich ist es ja auch so: Ob es den Jojo-Effekt gibt oder nicht liegt vor allem an demjenigen, der die Diät durchgeführt hat. Wenn er wieder in seine alten Essgewohnheiten zurückfällt, muss er das eben selbst verantworten.
Ich kann hier die Rezepte und zusätzlichen Ratschläge nicht alle wiedergeben. Es gehören Dinge dazu wie “täglich bis zu 2 Liter Wasser trinken” aber nicht nur das, sondern auch viel frisches Obst und Gemüse essen, weil darin oft viel Wasser enthalten ist. So hat eine Weintraube nicht mehr Kalorien als eine Rosine, sättigt aber viel mehr. Außerdem macht ein halbes Pfund Weintrauben zu essen mehr Spaß als ein halbes Pfund Rosinen. Bei den Rosinen kommt ja auch immer noch das Drumrum hinzu, also beispielsweise der Apfelstrudel. Mhm, lecker.
Etwas seltsam mutet es dagegen an, wenn empfohlen wird, “jeden Morgen 2 Eier zu essen”. Wenn ich daran denke, wie viel Cholesterin ich damit tagtäglich zu mir nehme und auch noch die Kalorien dazu, kann ich mir das bei einer Diät eigentlich gar nicht vorstellen, dass das gut sein soll. Trotzdem: Eine Studie soll ergeben haben, dass Eier bei einer Diät den Gewichtsverlust unterstützen. Aber bestimmt gibt es auch Studien, die genau das Gegenteil beweisen. Fürchte ich jedenfalls.
Als Bewohner eines Augustinums, der jeden Mittag mit gleich drei mehrgängigen Menüs verwöhnt wird, kann man sich dauerhaft oder auch von Tag zu Tag zusätzlich für ein Diät-Menü entscheiden. Dann bekommt man ein Fleischgericht geschmort statt gebraten - das spart Fett-Kalorien - und auch die Suppen und Nachtische werden nach Kalorien-Gehalt ausgesucht. Insgesamt soll dieses Menü nur 550 Kalorien enthalten.
Natürlich dürfen Sie sich auch selbst Ihre “Diät” zusammenstellen. Zunächst einmal können Sie beim Mittagessen die Suppe weglassen und stattdessen einen Saft ordern. Auch am Nachtisch lässt sich sparen, wenn Sie ihn durch Obst ersetzen. Äpfel und Bananen sind meistens vorhanden, Orangen ebenfalls, Mandarinen, Birnen und Pflaumen nach Jahreszeit. Kiwis zu meinem Leidwesen nicht immer. Ich nehme sie mir gern für den Abend mit. Da werden sie einfach in der Mitte durchgeschnitten und die beiden Hälften “ausgelöffelt”. Einfach und praktisch.
Wenn ich meine Mitbewohnerinnen und Mitbewohner so beobachte, fällt mir auf, dass die meisten Damen sich gewichtsmäßig im Laufe der Zeit nicht viel verändern, manche Herren hingegen legen sich so peu à peu ein kleines Bäuchlein zu. Ich schließe mich da gar nicht aus. Nur: Irgendwo muss Schluss sein. Happiness hin oder her.