Eigentlich wollte der Staat nur sicher stellen, dass wir Rentner auch Steuern zahlen
17.04.2012Der Gesetzgeber hat schon vor einigen Jahren bestimmt, dass unsere Renten-Einnahmen von den “Zahlstellen” direkt an eine dafür extra geschaffene Behörde zu melden sind, die dann wiederum die einzelnen Finanzämter benachrichtigt. Der Grund dafür war einfach: Manche Rentner hatten - absichtlich oder unabsichtlich - “vergessen”, diese Einnahmen in ihrer Steuererklärung anzugeben. Das geht natürlich nicht, schließlich leben wir nicht in Griechenland.
Da ich immer meiner Pflicht nachgekommen war, hatte ich nicht nur ein gutes Gewissen sondern dachte auch, dass das Finanzamt nun ja Bescheid wüsste und eine Angabe in der Steuererklärung nicht mehr erforderlich sei. Als ich daraufhin im letzten Jahr das Steuerformular besonders sorgfältig studierte, musste ich allerdings einsehen, dass ich mit meiner Annahme schwer auf dem Holzwege war. Dort war für meine Angaben immer noch eine entsprechende Spalte vorgesehen. Versehen oder Absicht? Natürlich habe ich vorsichtshalber meinen Eintrag vorgenommen.
Nun kam seitens der Pensionskasse, die mir netterweise jeden Monat eine Betriebsrente überweist eine Benachrichtigung für das Jahr 2011 und darin der eindringliche Hinweis, dass die automatische Meldung an die “Zentralstelle für Altersvermögen (ZfA)” mich nicht von der Abgabe einer Steuererklärung entbindet.
Das erinnert mich lebhaft an jenen unbekannten Mann, der seine Hosen sicherheitshalber stets mit Gürtel und Hosenträgern trug und dabei angeblich Vorbild war für unsere deutschen Kernkraftwerke. Was denen aber auch nichts geholfen hat, denn obwohl sie wahrscheinlich die sichersten der Welt sind, schaffen wir sie nach und nach ab. Und siehe da: Anscheinend geht es auch ohne.
Ein vorübergehender Versorgungsengpass im Winter, soll nicht etwa an zu wenig Strom sondern an irgendwelchen Zockern gelegen haben, die an der Strombörse mit falschen Angaben aufgetreten waren. Ich lasse das mal unkommentiert so stehen.