Archiv für 05.2010

„Komm spiel mit mir“ – Bowling,Tennis, Radrennfahren, alles was du willst.

09.05.2010

Die Idee kam aus der Bewohnerschaft. Es ging um die Anschaffung einer „Wii“- Videospiel-Konsole mit deren Hilfe man die verschiedensten Sportarten virtuell „ausüben“ kann. „Spielgeräte“ sind eine Fernbedienung und ein „Controller“, ein Gerät, das „Nunchuk“ genannt wird. Mit diesen beiden Geräten hat der Spieler buchstäblich alles im “Griff”. Dabei kann er, oder muss er sogar körperlich mitmachen, indem er mit einem oder beiden Geräten die Bewegungen der Spieler beim echten Sport wenigstens annähernd nachzuahmen versucht.
Nehmen wir mal das Tennisspiel. Da kann man Überkopfaufschläge simulieren, Vorhand, Rückhand, Topspin usw. – ganz so, als hätte man einen Tennisschläger in der Hand. Da ich nie Tennis gespielt habe, bin ich auf das Bowling ausgewichen. Das ist vielleicht die Einfachste von all den möglichen Sportarten. Da macht man eine Bewegung, als versuche man, mit einem Wurf der Bowling-Kugel alle 10 Pins umzuwerfen. Wenn man Glück hat, gelingt so ein „Strike“. Wenn nicht, muss man noch mal ran. Bis auch der letzte Pin gefallen ist. Weit schwieriger ist das Radfahren. Dazu braucht man beide Arme und tut dabei so, als ob man in die Pedalen tritt. Außerdem muss man aber auch noch versuchen, mit vollem Körpereinsatz zu lenken. Leider kann ich es Ihnen nicht genauer erklären. Aber ich kann Ihnen allein schon als Zuschauer sagen: Es ist ein Heidenspaß, wenn jemand über die „Hängebrücke“ fährt und ins Wasser fällt oder versucht, mit Mühe den „Herzschlag-Hügel“ zu erklimmen. Diejenigen, die hierbei mitgemacht haben, kamen echt und nicht nur virtuell ins Schwitzen.
Stiftsdirektion und Stiftsbeirat ließen sich übrigens sehr schnell überzeugen. Der Stiftsbeirat machte das nötige Geld locker – aus den Einnahmen, die wiederum die Bewohner selbst bei unserem Weihnachts-Basar generiert hatten. Durch den Verkauf von Büchern, Keksen und Postkarten. So schloss sich der Kreis.
Man kann für sich allein spielen, was zum Üben sicherlich OK ist, aber man kann auch mit 2 bis 4 Personen dabei sein. Ich sage nur: „Auf geht’s!“

Wenn das keine guten Aussichten sind: Immer mehr Firmen werben um Mitarbeiter „60plus“

05.05.2010

Manchmal versteht man die Welt nicht mehr: Da ist immer wieder die Rede von den Langzeitarbeitslosen oder auch von den älteren Arbeitslosen, die keine Stelle mehr kriegen und dann dies: Firmen entdecken die Generation 60+.
Spät kommt die Erkenntnis, aber vielleicht nicht zu spät, dass die Erfahrung und die Zuverlässigkeit der Älteren im Grunde unbezahlbar sind. „Die Zukunft gehört den Alten“ heißt es bei manchen Unternehmen, die aktiv um die älteren Mitarbeiter werben. Dazu gehören zum Beispiel auch Frauen, die jahrzehntelang „nur“ Hausfrauen waren und nach dem Tode des Mannes ein wenig zur Rente hinzuverdienen wollen oder müssen. Oder sich einfach nur beschäftigen möchten. Branchenweit ist der Anteil von Beschäftigten im Rentenalter bereits in der Vergangenheit stark gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt hatten im Jahre 2008 nicht weniger als 7,6% der 65 – 69jährigen einen Job. Natürlich sind das nicht alles „Vollzeit-Jobs“. Das würden die meisten der Älteren wahrscheinlich gar nicht wollen oder nicht mehr können.
Eine ganze Reihe von Unternehmen nutzen ehemalige Mitarbeiter, die in Rente sind, als „Springer“. Bei denen weiß man, was man hat. Vielleicht im Gegensatz zu älteren Langzeitarbeitslosen, die vom Arbeitsamt vermittelt werden. Ob das auch für unsere Altersstufen etwas ist, weiß ich natürlich nicht. Aber es könnte ja vielleicht gar nicht schaden, mal bei seinem alten Arbeitgeber nachzufragen. Oder bei der „Konkurrenz“. Das wäre doch mal was anderes.

Wir haben im Augustinum Hamburg noch nie auf den Herrn Bundespräsidenten getrunken…

01.05.2010

Aber schon seit vielen Jahren auf die holländische Königin. Immer am 30. April, wenn in den Niederlanden der Geburtstag der Königin am „Koniginnedag“ als Nationalfeiertag feierlich begangen wird, traktiert uns unser niederländischer Service-Leiter mit einer alkoholischen Spezialität. Und zwar mit einem Oranje Bitter von De Kuyper. (Um mal ein bisschen Werbung zu machen.) Der hat immerhin 30% Alkohol, schmeckt ausgesprochen lecker und nach mehr. Ich glaube, gestern Mittag habe ich so 6 – 7 Schnapsgläser davon getrunken. Und danach bin ich ins Bett gegangen und erst am späten Nachmittag wieder aufgestanden. Am sehr späten Nachmittag.
Übrigens wird damit nicht die jetzige Königin, Königin Beatrix, geehrt, die hat nämlich im Januar Geburtstag, sondern ihre verstorbene Mutter, Königin Juliana. Ach, wenn wir doch auch einen König hätten. Oder besser noch einen Kaiser. Ein Bundespräsident gilt ja offensichtlich nicht so viel. Aber vielleicht sollten wir mal den Vorreiter spielen, und augustinumweit einen Bundespräsidenten-Tag einführen? Ich sage nur: Prost, Herr Köhler.