Schlucken speziell wir Älteren zu viele Pillen?
31.08.2009Ältere Patienten bekommen zu viele Medikamente verschrieben. Das behaupten jedenfalls „Gesundheitsexperten“. Ein hoher Prozentsatz der älteren Menschen - ab 65 Jahren - erhält neun oder mehr Wirkstoffe in Dauertherapie. Unerwünschte Arzneiwirkungen seien ein Kernproblem bei der ärztlichen Versorgung dieser Patientengruppe . So heißt es in einem Gutachten für das Gesundheitsministerium. Ein wesentlicher Teil dieses Problems ist dabei die Tatsache, dass ein Viertel der eingenommenen Pillen nicht vom Arzt verordnet wird. Oder der eine Arzt nichts vom anderen weiß.
Wir haben hier unseren Stiftsarzt sowie zwei weitere Ärzte, die unseren Bewohnern zur Verfügung stehen. Ich gehe davon aus, dass die wissen, was sie tun. Ich bekomme 4 verschiedene Medikamente gegen meinen zu hohen Blutdruck. Bei einem Diabetiker soll der Blutdruck nicht über 120 liegen. Das wird bei mir mit diesen Medikamenten erreicht. Dafür bin ich sehr dankbar. Nebenwirkungen hat jedes Medikament, da braucht man nur den Beipackzettel zu lesen. Es scheint aber, als würde ich nicht davon betroffen sein. Ob ich das auch meinem Arzt verdanke oder meiner – alles in allem – doch recht guten Konstitution, kann ich natürlich nur vermuten.
Bei der Kritik an zu vielen Medikamenten für ältere Menschen fragt man sich manchmal, ob da denn wirklich die Sorge um die Menschen im Vordergrund steht oder vielleicht doch nur die Kosten. Damit will ich um Himmels willen nicht der unkontrollierten Einnahme von Medikamenten das Wort reden. Auch wenn diese möglicherweise harmlos erscheinen und nicht verschreibungspflichtig sind. Da können Freunde und Bekannte die besten Erfahrungen gemacht haben – fragen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt, oder wenn Ihnen das unangenehm sein sollte, den Apotheker. Wenn der Sie fragt, was Sie denn sonst so einnehmen, sollten Sie aber auch dazu Auskunft geben können. Sicher ist sicher!