Ist das denn zu glauben…
27.06.2009Manch einer beklagt bitterlich, dass ausgerechnet mit dem Beginn des „kalendarischen“ Sommers am letzten Sonntag, dem 21. Juni, die Tage schon wieder kürzer werden. Das ist blanker Unsinn. Schließlich haben die Tage auch weiterhin 24 Stunden. Alles andere würde den Untergang der Welt bedeuten. Was sich ändert, ist nur die Zeitspanne zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Tatsache ist: Heute, am 27. 06. ist die Sonne zwar 4 Minuten später aufgegangen - haben Sie es gemerkt, um 5 Uhr 12? Aber sie ist keine Minute später untergegangen als an dem bewussten 21. Juni. Und das wird sich auch bis zum 29. 06. nicht ändern. Aber da hätten wir ja auch noch die Dämmerung. Die allseits beliebte „Abenddämmerung“, die in unseren Breiten im Durchschnitt 39 Minuten dauert, gestattet sehr oft noch Zeitungslesen im Freien. Anders als beispielsweise in den Mittelmeerländern, wo es nach dem Sonnenuntergang fast abrupt dunkel wird.
Aber machen wir uns nichts vor: Von nun an wird es immer früher dunkel. Ich habe es allerdings lange aufgegeben, mich über etwas aufzuregen, was ich doch nicht ändern kann. Halt! Wir können nichts ändern? Natürlich ändern wir was. Und wie! Am 25. Oktober um 3 Uhr stellen wir alle die Uhren um 1 Stunde zurück. Das heißt: Am Abend geht plötzlich die Sonne 1 ganze Stunde früher unter, nämlich schon um 17 Uhr 07. Dafür wird es auch 1 Stunde früher hell, nämlich um 7 Uhr 05 statt um 8 Uhr 01. Aber wer von uns hat schon was davon? Ich jedenfalls nicht, weil ich eh nur selten vor 8 Uhr aufstehe.
Das alles ist also nicht Gottes- oder Teufelswerk, sondern allein von Menschen gemacht. Der Höhepunkt der „dunklen“ Jahreszeit ist dann am 22. Dezember. Sonnenaufgang um 8 Uhr 25, Sonnenuntergang um 16 Uhr 16. Immer die Dämmerung nicht mit eingerechnet. Wohlgemerkt.
Ich wünsche Ihnen noch einen sehr schönen Sommer mit langen lauen Sommer-Abenden und -Nächten. Und auch der Herbst hat noch seine guten Seiten. Warten Sie’s nur ab.