Archiv für 03.2009

Google-Mania – Wer nicht neugierig ist, kann nichts lernen…

28.03.2009

Ich denke, das Thema „Gesundheit“ können wir abhaken. Als Übergang zum nächsten Thema möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen: Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, hatte ich „alle Nase lang“ fiebrige Erkältungen, die mich jeweils einige Tage lang ans Bett fesselten. Für ein Kind in diesem Alter war das tödlich langweilig. Ich vertrieb mir die Zeit, indem ich täglich stundenlang in unserem einbändigen Kleinen Brockhaus „surfte“. Vermutlich wurde in dieser Periode meines Lebens der Grundstein für meine ausgeprägte Wissbegierde gelegt. Und wie ist das heute? Längst hat auch bei mir das Internet den Brockhaus ersetzt. Acht Bände von „Meyers Neues Lexikon“ fristen in meinem Bücherschrank seit längerem ein ziemlich trostloses Dasein.
„Surfing the Internet“ ist heute nicht nur für mich ein gängiger Begriff. Ich weiß nicht, ob das Wort „Surfen“ als Synonym zum Wellenreiten absichtlich so gewählt wurde. Aber ähnlich dem Surfer an den Stränden dieser Welt reitet auch der Internetsurfer auf jeglicher vielversprechenden Welle, wobei er versucht, möglichst lange „on top“ zu bleiben und mit Hilfe blitzschneller Wenden alles mitzunehmen, was sich ihm unterwegs an „Höhepunkten“ bietet. Dabei folgt er den Links von Webseite zu Webseite, bis es nicht mehr weiter geht.
Wichtig ist, dass man einen Ausgangspunkt findet, dem zu folgen sich lohnt. Ich habe zum Beispiel aus reiner Neugierde mal bei Google eingegeben: „Beliebteste Sendungen im Fernsehen“. Und siehe da: Es funktionierte. Ich bekam Zahlen von 2008, aktueller geht’s nicht. (Wenn Sie allerdings schreiben “Beliebteste Fernsehsendungen” landen Sie auf einer anderen Seite und außerdem im Jahre 2007. Wie das kommt? Mich dürfen Sie das nicht fragen - ich sag’s Ihnen nur.)
Hier sind die Zahlen in Millionen Zuschauern…

Wetten dass…        11,96
Das Traumschiff        10,11
Tatort (Wolfstunde)        10,09
Wer wird Millionär?          8,78

Ich bin kein Reich-Ranicki und werde mich hüten, dieses Ergebnis in irgendeiner Form zu bewerten. Auf der anderen Seite würde es mich sehr wundern, wenn nicht auch Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Augustinum die eine oder andere dieser Sendungen gesehen hätten. Ich für meinen Teil gebe offen zu: Ich bin ein großer Fan von Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“. So wird es Sie nicht wundern, dass ich als Nächstes diesen Titel bei Google eingegeben habe.
Das Ergebnis war höchst befriedigend. Bei Wikipedia erfuhr ich alles über die genauen Regeln, über strittige Fragen, Kuriositäten und Betrugsversuche. Ich weiß jetzt genau, wie man Studiogast oder Kandidat wird, und wer die bisherigen Hauptgewinner waren. Sie wollen auch wissen, wer schon einmal oder sogar mehrere Male an Prominenten-Specials teilgenommen hat? Auch  das bekommen Sie haarklein erzählt.
Der Prominenteste der Prominenten ist zweifellos Günther Jauch selbst. Gleich zu Anfang des Wikipedia-Textes sehen Sie unter dem Stichwort „Moderator“ blau gedruckt den Namen Günther Jauch. Wenn Sie diesen Link anklicken, bleibt Ihnen kaum etwas aus dem Leben des Günther Jauch verborgen: Schule (Abiturnote 3,1, wer hätte das gedacht?), Studium und Karriere, familiärer Hintergrund und etliches mehr.
Wenn Sie „Wetten das…“ oder „Das Traumschiff“ mehr interessiert, finden Sie auch darüber bei Google so einiges. Auf das Thema „Tatort“ komme ich demnächst noch einmal zurück.
Nächstes Mal bei Google-Mania erfahren Sie – kein Scherz! – wie das Internetsurfen unser Gehirn fit erhält. Heute in 8 Tagen.

Machen wir’s den Hamstern nach…

27.03.2009

Nein, Sie sollen sich jetzt nicht mit Konserven und anderen Nahrungsmitteln eindecken. Es ist viel schlimmer: In einer Zeitung entdeckte ich ein Foto mit einem Hamster in einem sogenannten „Hamsterrad“ und dazu die Schlagzeile „In jedem Hamster steckt ein Kraftwerk“. Ich dachte schon, man wollte uns damit kundtun, dass in Zukunft Atomkraft und Kohlekraft und all dieses Teufelszeug nicht mehr gebraucht werden. Es müssten einfach nur einige Millionen Hamsterräder produziert werden. Und das wäre dann zweifellos auch ein Segen für unsere Industrie. Die dazugehörigen Hamster würden sich schon ganz von allein vermehren.
Aber es ist offensichtlich doch etwas komplizierter, denn niemand denkt daran, die Drehbewegung eines Hamsterrades in elektrische Energie umzuwandeln. Nein, weit gefehlt! Das Fachjournal „Nano Letters“ stellt stattdessen eine Innovation vor, die jede auch noch so kleine Bewegung eines Hamsters – sei es auch nur das Klopfen mit der Pfote auf dem Boden – zur Stromgewinnung nutzt. Zu diesem Zweck wird am Rücken der kleinen Nager eine flexible Folie befestigt, auf der sich ein winziger Nanodraht befindet. Jedes Mal, wenn sich die Folie durch eine Bewegung des Tieres biegt, entsteht eine schwache elektrische Spannung, basierend auf dem sogenannten piezoelektrischen Effekt. Die elektrische Leistung, die sich auf diese Weise gewinnen lässt, beträgt allerdings nur ein Nanowatt, das ist ein Milliardstel Watt.
Aber wer sagt denn, dass man nicht auf einer größeren Fläche mehrere oder sogar viele dieser Drähte anbringen kann? Die Vision der Forscher ist dabei der Einsatz optimierter Nanogeneratoren am menschlichen Körper. Sie könnten möglicherweise genügend Energie für elektronische Geräte mit sehr niedrigem Stromverbrauch liefern. Um mir so ein Gerät vorstellen zu können, fehlt mir leider die nötige Vorstellungskraft. Aber wozu haben wir unsere Wissenschaftler und Ingenieure? Die werden sich schon etwas ausdenken, was die Menschheit ganz dringend braucht. Und dann ist es vorbei mit der Krise. Den Hamstern sei Dank. Oder den Menschen - ganz wie Sie wollen.

Kleine Fische – großer Andrang

23.03.2009

Sein lateinischer Name ist „Osmerus eperlanus“, aber so nennt ihn natürlich bei uns kein Mensch. In Roggenmehl gewendet und in Butter oder Speck gebraten ist er ab Mitte März rund um Hamburg ein Kultgericht in Restaurants mit traditioneller Küche – der Stint. Böse Zungen sagen: „Da ist außer Gräten nicht viel dran.“ Ich gestehe es offen: Ich bin auch so eine böse Zunge. Kenner behaupten natürlich, dass man die Gräten ohne weiteres mitessen kann. Sie loben auch den typischen, an frische Gurken erinnernden Geruch. Na, ja, wer Spaß dran hat an Gräten, die nach Gurken riechen! Jetzt bin ich gemein, ich weiß das und schäme mich auch gebührend.
Um wieder sachlich zu werden: Der Stint ist ca. 20 cm lang und im Grunde seines Herzens ein Meeresfisch, der nur zum Laichen die Unterläufe der großen Ströme hinauf wandert. So kommt er auch bei uns vorbei und wird seit einigen Jahren von dem einzigen Berufsfischer, den es in der Region noch gibt, in Reusen gefangen. Wieder gefangen muss man sagen. Für einige Jahrzehnte gab es nämlich keine Stinte, dazu war die Elbe zu dreckig. Aber jetzt fühlt er sich wieder heimisch. Allerdings: Nur ganze 6 Wochen dauert die Saison, auf die sich auch die Feinschmecker bei uns im Augustinum schon lange gefreut haben. Mit Erfolg, denn unser Koch hat für eine ganze Woche eingekauft. So gab es zum Abend am Dienstag, Donnerstag und Samstag Stint “satt”.
Soviel ich gehört habe, soll kein Schwanz übrig geblieben sein.

Immer mehr Bewohner bewegen sich mit 4 Rädern

21.03.2009

Als ich vor fast 9 Jahren ins Augustinum Hamburg zog, konnte man die Bewohnerinnen und Bewohner mit Rollatoren – damals nannte man so etwas noch „Gehwagen“ – an einer Hand abzählen. Inzwischen sind die Bewohner von damals älter geworden und damit vielleicht auch die Notwendigkeit einer Gehhilfe dringender. Aber ich glaube, das ist es nicht allein, was zu der geradezu unheimlichen Vermehrung der Rollatoren geführt hat. (Nach neuester Statistik nimmt ihre Zahl jährlich um etwa 50 bis 100% zu.) Das liegt zunächst einmal zweifellos am technischen Fortschritt. Rollatoren sind heute besser in der Ausstattung, zum Beispiel mit einem breiten Sitz, Korbaufhängung und anderen “Schikanen”. Darüberhinaus sind sie leichter im Gewicht, leichter zu fahren und leichter zu bedienen. Die neuesten Modelle können Sie – zum Teil sogar schon mit einer Hand - so zusammen klappen, dass sie auch im zusammengefalteten Zustand auf ihren 4 Rädern frei stehen.
Gerade das Letztere ist vor allem ein Glück für die Service-Kräfte in unserem Restaurant. Wären die vielen Rollatoren nicht zusammenklappbar, gäbe es für sie bestimmt erhebliche Schwierigkeiten schwer beladen „unfallfrei“ zwischen unseren beiden Tischreihen hindurch zu kommen.
Zusammenklappbar - wenn auch nicht so ganz leicht - sind heute übrigens bereits die Standard-Rollatoren oder auch sogenannten „Kassenmodelle“, die jedem Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse gegen eine Zuzahlung von nur 10 € zur Verfügung gestellt werden. Die dafür fällig werdende „Miete“ in Höhe von 100 € zahlt die Kasse. Wenn so ein Rollator nach einigen Jahren des Gebrauchs stärkere Abnutzungsmerkmale aufweist, gibt es einen neuen. Spätestens aber nach 4 – 5 Jahren. Habe ich mir sagen lassen.
Wer ein besonders leichtes Modell haben will oder ein Modell mit allen möglichen „Extras“ muss erheblich tiefer in die Tasche greifen. Luxus ist eben nicht umsonst. Dafür ist so ein „gutes“ Stück aber auch praktischer und sieht auch besser aus. Überhaupt das Aussehen: Ich bin sicher, dass das Aussehen auch viel dazu beigetragen hat, wenn uns heute immer mehr Rollatoren begegnen. Wer sich früher vielleicht noch „geniert“ hat, sieht heute nicht nur die Vorteile ein, sondern ist vielleicht auch ein bisschen stolz, wenn er sich mit einem solch eleganten Gefährt zeigen kann. Jetzt fehlt nur noch der “Stern”.

Google-Mania – Thema Gesundheit (4)

21.03.2009

Selbst Ärzte orientieren sich heutzutage im Internet. Die Zahl der Websites zum Thema Gesundheit sind wahrscheinlich „unzählbar“. Doch leider auch von unterschiedlicher Qualität. Die folgenden  15 Websites habe ich nach bestem Wissen und Gewissen für Sie ausgesucht.

Websites, die für jedermann von Nutzen sind:

•    Bzga.de
Ein Service der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Einer der Schwerpunkte ist „Gesund älter werden“.

•    Patienten-Information.de
Themen von Allergie bis Zahnersatz. Ins Netz gestellt von der Bundesärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigungen.

•    Onmeda.de
Beschrieben werden viele Krankheits-Symptome sowie die möglichen Erkrankungen, die dahinter stecken.

•    Meine-Gesundheit.de
Liefert fundierte Informationen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern wie auch zu vielen Medikamenten.

•    Gesundheitsberatung.de
Allgemeiner Ratgeber zu Gesundheits-Themen und Krankheiten. Es gibt die Möglichkeit, auch Fragen zu stellen.
•    Gesundheitstrends.de
Hier geht es um eine ganzheitliche Betrachtung zum Thema Gesundheit – unter anderem Selbsthilfe, sowie Ernährung und Hausmittel bei Alltagsbeschwerden.
•    Naturheilkunde-Index.de
Bietet eine Fülle von Internet-Seiten zum Thema Naturheilkunde.
•    Vsdar.de
Informationen des Verbandes der Spezialkliniken für Augenlaser. Beschreibung der Lasik-Methode, Allgemeines zum Thema Sehen und eine Klinikliste.
•    Forumbesserhoeren.de
Infos zum Hören, zu Hör-Problemen und Hörsystemen.
•    Altern-in-Wuerde.de
Was bedeuten häufige Gefühlsschwankungen bei alten Menschen? Kann eine Demenz die Ursache sein?
•    Kopfschmerzen.de
Infos zur Vorbeugung und Behandlung. Beschreibung verschiedener Schmerzarten. Informationen zu Ursache, Behandlung und Medikamenten.
•    Osteoporose.com
Erklärungen zu Ursache, Vorbeugung und Behandlung.
•    Rheuma-online.de
Informationsforum für Rheuma-Patienten: Therapie, Medikamente, Selbsthilfegruppen und vieles mehr.
•    Agz-rnk.de
Alles zum Thema Zähne.
•    Lust-auf-Abnehmen.de
Sie können feststellen, ob und in welchem Maße Sie eventuell übergewichtig sind, und was Sie dagegen tun können.

Es würde mich freuen, wenn etwas für Sie dabei wäre. Heute in 8 Tagen geht es weiter mit Google-Mania und dem Thema “Jauch, Gottschalk und Co.: Die beliebtesten Unterhaltungssendungen im Fernsehen”.