Archiv für 01.2009

Google-Mania – Lektion Nr. 1

17.01.2009

Wer es noch nicht weiß, dem sei gesagt: Google ist eine Suchmaschine und zwar mit 84% Marktanteil die bei weitem größte, die es bis heute gibt. Eine Suchmaschine wiederum ist ein „Programm zur Recherche im Internet“. Nach Eingabe eines gewünschten Begriffs – ich arbeite zum Beispiel gerade an einem Vortrag über Friedrich den Großen und hoffe, im Internet etwas Neues über ihn zu erfahren – liefert die Suchmaschine  eine Liste von Verweisen auf relevante Artikel oder Angaben zum Thema „Friedrich der Große“. In der Regel dargestellt mit einem Titel sowie einem kurzen Text, der Hinweise auf den zu erwartenden Inhalt gibt.
Ich schlage vor, Sie machen mal einen Versuch: Sie brauchen auf Ihrer t-online-Startseite, oder welchen Server Sie auch immer haben, nur www.google.de einzugeben oder direkt auf das „Google-Feld“ zu gehen. Dort geben Sie Friedrich der Große ein. Dann „Suchen“ anklicken, am besten mit einem Doppelklick, und schon haben Sie die Google-Liste auf der alles steht, was irgendwie mit dem Alten Fritz zu tun hat. Zuerst aber sehen Sie die Wiederholung Ihres eingegebenen Begriffes – in diesem Falle Friedrich der Große – und dahinter den Begriff „Suchen“, gleich darunter dann drei Anklick-Möglichkeiten:

Das Web…………….Seiten auf Deutsch ………… Seiten aus Deutschland

Wie Sie sehen, ist Das Web schon voreingestellt. Das heißt, die jetzt folgende Liste bringt Ihnen alles, was es im „Worldwide Web“ (Abkürzung www) zum Suchbegriff Friedrich der Große zu lesen gibt. Wenn Sie merken, dass im „Web“ sehr viele englischsprachige Artikel erscheinen, können Sie auch Seiten auf Deutsch anklicken. Sie müssen dann allerdings auch noch mal auf „Suchen“ gehen. Und schon sehen Sie, dass sich die folgende Liste in einigen Punkten geändert hat. „Seiten aus Deutschland“ anzuklicken, bringt Ihnen nach meiner Erfahrung nichts. Aber Sie können es ja trotzdem mal ausprobieren.
Friedrich der Große ist sicherlich eine der längeren Listen, die es über historische Persönlichkeiten gibt, denn sie enthält rund 200.00 Verweise zum Thema „Friedrich der Große“. Verweise auf lexikalische Auskünfte, auf Abhandlungen, auf Bücher usw. Aber keine Sorge: Diese Verweise brauchen Sie keineswegs alle anzuklicken. Warum das so ist, erfahren Sie in Google-Mania Lektion Nr. 2. Von heute an in 8 Tagen, genau gesagt: Am nächsten Samstag.

Übrigrens: Um alle Lektionen auf einmal zu finden und notfalls noch einmal nachzulesen, brauchen Sie nur in der linken Spalte dieses Blogs unter „Kategorie“ auf „Google-Mania“ zu klicken. Sie haben dann alle bisher erschienenen Lektionen in der richtigen Reihenfolge. Ich wünsche jetzt schon viel Spaß.

Verkehrte Welt…

12.01.2009

Gestern hatten wir Sonntag. Als ich mich nach dem Mittagessen entschloss, bei dem schönen Wetter – blauer Himmel, Sonnenschein, ca. 0 Grad, fast windstill – noch einen kleinen Spaziergang zu machen, traf mich fast der Schlag. Auf unserer Elb-Promenade kamen mir wahre Menschen-Massen entgegen. Ein einkaufsfreier Sonntag vor Weihnachten ist nichts dagegen. Viele standen auch nur und guckten. Guckten auf die Elbe. Was es da wohl zu sehen gab? Ich sah nur schwimmende Eisschollen, wie klein gehackt. Ein zweiter Untergang der Titanic war also beim besten Willen nicht zu erwarten. So viel nur zur Sensationsgier vieler Menschen. Dann merkte ich, dass sich das Eis in zwei Richtungen bewegte – einmal flussabwärts und einmal flussaufwärts. Irgendwo musste die Stelle sein, wo das „Blatt sich wendete.“ Leider konnte ich diesen Punkt nicht entdecken. (Später erzählte mir ein Mitbewohner, er hätte es direkt vor seinem Fenster gesehen, aber die Stelle ändert sich natürlich laufend mit der Stärke der Flut.)
Für alle, die mit Ebbe und Flut nicht so Bescheid wissen: Das meiste Eis kam sicherlich von Dresden oder noch weiter her – wo es in den letzten Tagen so bannig kalt war – und schwamm Richtung Nordsee. Die hereinkommende Flut „spülte“ es wieder zurück. Mich spülte die Menschenflut unwiderstehlich in Richtung Strand. Der war nach meiner Einschätzung dichter besetzt als an machem Tag im Hochsommer, nur dass die Menschen jetzt in der Sonne standen und nicht lagen. Trotzdem war die Stimmung glänzend und die Strand-Bars waren dicht umlagert. Feuerzangenbowle, Glühwein und Honigmet lautete das verlockende Angebot. Weißbier gab’s auch, aber trotz weißblauen Himmels hatte offenbar niemand Bedarf. Jedenfalls so weit ich es erkennen konnte.
Als ich zurück kam in meine heimatlichen Gefilde, hatte sich das Gedränge auch auf unser Augustinum übertragen. Ich denke, es waren so an die 20 – 30 Leute, die vor unserem gläsernen Außen-Fahrstuhl Schlange standen, um in unserem Kuppel-Restaurant noch einen Platz zum Kaffeetrinken zu ergattern. Kein Wunder: Es muss ja auch viel schöner sein, auf die Menschenmenge herab zu blicken, als mittendrin zu stehen. Finde ich jedenfalls.

Was für ein „Gefüll“ das wohl ist…

08.01.2009

Ich glaube, in letzter Zeit schreibe ich mehr über das Essen, als über sonstige Dinge. Trotzdem: Dieser Beitrag handelt zwar wieder vom Essen, aber mindestens eben so viel von der richtigen Rechtschreibung, meinem anderen Steckenpferd. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Rechtschreibfehler man auf Speisekarten finden kann. Unser Augustinum macht da – es muss leider gesagt werden – keine Ausnahme. Manche Bewohner mokieren sich darüber, andere sehen es eher gelassen oder merken es auch gar nicht mehr. Hauptsache ist ja auch, dass das Essen schmeckt und nicht, dass die “Oberlehrer” zufrieden gestellt werden, Uwe Neumann inklusive.
Gestern passierte mir Folgendes: Ich war zu einem ersten Besuch im neuen „Internationalen Maritimen Museum“ in Hamburg. (Später werde ich vielleicht noch einmal darüber schreiben – nach einem zweiten Besuch.) Im gleichen Gebäude wie das Museum – ein herrlicher Bau aus der Zeit der alten Hamburger Speicherstadt, den man liebevoll restauriert hat und der jetzt eine Zierde der neuen Hafencity sein dürfte – befindet sich ein sehr ansprechend aussehendes Restaurant mit dem vielversprechenden Namen „Austern-Bar“. Nach der aushängenden Speisenkarte zu urteilen, gibt es da nicht nur Austern, sondern unter anderem auch ein Menü mit dem Hauptgericht „Gefühlte Perlhuhnbrust“. Was meinen Sie: Kann man da nicht richtig nachdenklich werden? Aber vielleicht lesen viele Betrachter über diesen äußerst “verfänglichen” Schreibfehler auch einfach hinweg. Wer weiß?

Demonstrationen: Schaden vielen, nützen kaum jemandem…

04.01.2009

War am Freitag  in der Stadt, will sagen in der Hamburger City. Musste endlich einen Kalender für 2009 kaufen. Was ist ein Mensch ohne Kalender? Hilflos. Hilflos stand ich auch da, als sich herausstellte, dass der Bus mich nicht zu meinem Ziel bringen konnte. Straßensperrung wegen einer Demo. Neben einem Polizeiwagen mit Blaulicht keine Polizei zu sehen. Also vermutlich alles weitgehend friedlich.
Demonstrationen „passieren“ meistens – dafür sorgen in der Regel schon die „Veranstalter“ – wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. In Hamburg zuletzt am Samstag vor Weihnachten. Der Einzelhandel konnte sich Besseres vorstellen, die Kaufwilligen auch. Bei mir ging’s jetzt ja nur um einen dringend benötigten Kalender. Für wen demonstriert wurde oder wogegen? Keine Ahnung. Ich habe niemanden zu Gesicht bekommen. Vielleicht bin ich ja ein schlechter Mensch, aber ich kann mich nun mal für Demonstrationen nicht begeistern. Darunter leiden auch die mit den hehrsten Zielen. Und ich wage zu behaupten: So geht es den meisten Menschen, die durch Demos behindert oder belästigt werden. Von Demos mit Randale und Wasserwerfern will ich gar nicht erst reden.
Also: Meinen Kalender habe ich nach einem längeren Fußmarsch tatsächlich noch bekommen. Und der Bus fuhr dann auch wieder so wie er sollte. Es war wohl eine kleinere Demo.

P.S. Am Abend sah ich im Fernsehen, dass man - tatsächlich friedlich - gegen Israel demonstriert hatte wegen der Angriffe im Gaza-Streifen. Ob wirklich jemand daraus neue Erkenntnisse gewonnen oder gar die “Seiten” gewechselt hat?