Heute: „Fleischlose Kost“ (Ovo – Lacto – Vegetabile Kost)
Das Menü 3 ist für Vegetarier gedacht, aber nicht nur. Denn nicht jeder, der – aus welchen Gründen auch immer – auf Fleisch verzichtet, ist ein „eingefleischter“ Vegetarier. Deshalb gibt es im Augustinum bei der fleischlosen Kost nicht nur viel Gemüse und Obst, sondern auch Eier, Milch und Milchprodukte, Butter und Honig, d. h. Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, die von lebenden Tieren gewonnen werden können. Das ist, wie schon in Folge 2 erwähnt, wichtig vor allem im Hinblick auf die ausreichende Versorgung mit Eiweiß – speziell für Vegetarier. Für letztere gewinnt auch der rein pflanzliche Tofu oder „Bohnenquark“ – ein Sojaprodukt – immer mehr an Beliebtheit. Tofu ist ein kulinarisches Chamäleon: Leicht und bekömmlich, kalorienarm, cholesterinfrei und reich an hochwertigem Eiweiß. Man kann ihn auf die verschiedensten Arten zubereiten. Ein Ausblick in die Zukunft: Die Köche des Augustinum sind dabei, eine Vielzahl von Rezepten mit Tofu zu erarbeiten und auszuprobieren. Wir dürfen also gespannt sein.
Insgesamt kommen bei der Ovo – Lacto – Vegetabilen Kost auch die Bewohnerinnen und Bewohner zu ihrem Recht, die statt „salzig“ gern mal „süß“ essen wollen und das nicht nur beim Nachtisch. Was halten Sie zum Beispiel von Quarkkeulchen mit Rosinen und Vanilleschmand? Oder Germknödeln mit Vanillesoße, Kaiserschmarrn mit Apfelmus und Puderzucker, Milchreisbrei mit Zimtsahne und Butter, Apfelradeln, knusprig gebraten, mit Vanillesoße, süße Milchnudeln mit Vanillesoße und Beerenkompott, mit Kirschen gefüllte Dampfnudel mit Vanillesoße – Sie sehen, die Liste der Möglichkeiten ist lang und lecker.
Der Nachtisch darf keineswegs fehlen
Ich kenne nicht wenige Leute, die nach dem Hauptgang sagen: „So, jetzt bin ich richtig schön satt!“ Und sich dann mit Wonne auf den Nachtisch stürzen. Ich glaube, es gibt keinen gängigen Nachtisch, den wir noch nicht gekostet haben. Angefangen mit der Hamburger Nationalspeise, der „Roten Grütze mit flüssiger Sahne“ bis zum „Schokoladeneis mit Eierlikör“ oder „Williamsbirne mit Vanilleeis und Schokoladensoße“. Dazwischen „Puddinge“ in allen Varianten, Quarkspeisen, Joghurte, Kompotte, Ausgebackenes, Kuchen, Obstsalate. Nicht zu vergessen: Im Sommer die frischen Erdbeeren mit Schlagsahne. Oder – täglich als Alternative – Frischobst in großer Auswahl. Übrigens: Jeden Tag gibt es, zur Freude der Diabetiker, einen Nachtisch, der für Diabetiker geeignet ist.
Getränke
Alte Menschen sollen besonders viel trinken, damit der Körper nicht austrocknet. Wie groß die Menge an Flüssigkeit sein muss, wird von den „Experten“ unterschiedlich beurteilt. Mal ist von 2 – 3 Litern die Rede, mal von mindestens 1 Liter. Über den Tag, natürlich. Man streitet sich auch darüber, ob Kaffee dazu zählt. Angeblich soll er dem Körper sogar Flüssigkeit entziehen. Aber: Wenn sich nicht einmal die Experten einig sind, was sollen wir da machen? So oder so: Mittags steht immer eine Karaffe mit Wasser auf dem Tisch. Oder auch zwei. Wer gern noch mehr hat, muss es nur sagen. Und den Kaffee, den kann man ja noch hinterher bestellen. Das allerdings auf eigene Kosten.
Dies war die 3. Folge zum Thema „Gesunde Ernährung im Augustinum“. Den 4. Teil lesen Sie an dieser Stelle in den nächsten Tagen.