Mir will doch partout der Name nicht einfallen!
11.09.2007
Ganz egal, ob das nun der Name eines Mitbewohners ist oder der einer Filmschauspielerin, die ich in meiner Jugend mal sehr verehrt habe oder auch der eines mir besonders unsympathischen Politikers. (Ich könnte hier Namen nennen, tue es aber nicht.) Ist das nun eine Alterserscheinung oder ganz normal? Wenn ich mit jüngeren Leuten über diese „Problematik des alternden Menschen“ rede, wird mir des öfteren gesagt: „Ach, das geht mir auch so.“ Mag ja alles sein, aber was habe ich davon? Folglich habe ich überlegt: Wieso ausgerechnet Namen? Und Sie werden staunen, auf welche Lösung ich gekommen bin. Ich weiß, dass mir des öfteren auch andere Begriffe fehlen. Aber für diese Begriffe gibt es in aller Regel Ersatz-Begriffe, wenn Sie’s lateinisch haben wollen: „Synonyme“. Meine Erfahrung ist: Man muss, wenn mal was fehlt, nur eine kleine Kunstpause machen und dann mit Nachdruck und bedeutungsschwer das Ersatzwort bringen, dann merkt keiner was. Aber für Namen von Personen gibt es nun mal keinen Ersatz. Ich kann doch nicht statt „Helmut Schmidt“ als Ersatznamen „Helmut Kohl“ sagen. Wo kämen wir denn da hin? Man würde mir doch glatt eine Demenz andichten. Wie denken Sie über dieses Problem? Meinen Sie, dass meine Erklärung richtig sein könnte? Oder haben Sie eventuell Erfahrung mit einem Kursus „Gedächtnis-Training“ im Augustinum? Oder stehen Sie mehr auf den vielgepriesenen Lecithin-Produkten? Ich wäre Ihnen für jede Art Auskunft ausgesprochen dankbar. Ihr U. N.