Archiv für 07.2007

Eine eisig-kalte Geburtstagsfeier

30.07.2007

Ich könnte die Schilderung meiner Geburtstagsfeier so beginnen: Wir hatten unser Basislager in einer Eishöhle aufgeschlagen. Unser Sherpa hatte uns hingeführt und meinte, hier wären wir vor jedem möglicherweise aufziehenden Unwetter geschützt. Für einen Hochsommertag war es bitter kalt. Das Thermometer zeigte knapp unter 10° C - minus! Wir trugen unsere dicken Parkas, hatten Wollmützen auf und Handschuhe an.  Um uns zumindest den Magen ein wenig zu wärmen – und auch weil mein Geburtstag war - prosteten wir uns mit eisgekühltem Wodka zu.

In Wahrheit allerdings befanden wir uns nicht etwa auf dem Wege zu einem Himalayagipfel, sondern saßen stillvergnügt in der „Alpha Noble Ice-Bar“ des „IndoChine“ Waterfront und Restaurant, etwa 5 Minuten zu Fuß vom Augustinum Hamburg entfernt. Aber sonst habe ich nicht geflunkert: Wir waren wirklich von lauter Eis umgeben, an den Wänden waren Tier-, Menschen- und Götterfiguren aus Eis modelliert, beeindruckende Säulen aus purem Eis trugen den ebenfalls eisigen Himmel. Die Temperatur lag tatsächlich bei knapp minus 10°, nicht nur bei minus 5°, wie es der Hausprospekt versprach, wir trugen tatsächlich einen Parka, Wollmütze und dicke Handschuhe, sonst wären wir sicher vor Kälte schlotternd geflüchtet. Der Wodka wurde in eisbeschlagenen Gläsern serviert und war “von Haus aus” eisgekühlt. Unser Sherpa entpuppte sich - wie könnte es anders sein - als liebenswürdiger Barkeeper und so war alles zusammen ein großartiger Event. Wie man heute zu sagen pflegt.  

 

Trotzdem: Nachdem wir unseren Wodka ausgetrunken und anschließend meine Frau ihre eisbeschlagene Brille aufgetaut hatte, begaben wir uns wieder in wärmere Gefilde, labten uns an einer heißen und scharfen Suppe, fernöstlichen Vorspeisen und Hauptgerichten. Der Wein kam aus Frankreich, wie auch der exquisite Nachtisch. Alles in allem war es ein sehr gelungener Geburtstag. Das fanden denn auch meine Gäste und sparten nicht mit Komplimenten. Nun ja, ich hatte ja auch nicht gespart. Aber es kam von Herzen.